Vielfältig einsetzbar und geschmackvoll: Der Knoblauch
Bereits die Menschen der Antike schätzten die zahlreichen positiven Eigenschaften des Knoblauchs. Die Heil- und Gewürzpflanze war zum damaligen Zeitpunkt fixer Bestandpunkt zahlreicher ritueller Handlungen und wurde als magische Pflanze betrachtet. Ursprünglich aus Asien stammend, verbreitete sich der Knoblauch über China und den Orient in Richtung Ägypten. Von dort aus eroberte das geschmackvolle Liliengewächs den Mittelmeerraum und trat seinen Siegeszug rund um den gesamten Erdball an.
Der Knoblauch (Allium sativum)
Knofel, Knobel, Gruserich und Look lauten einige der zahlreichen Bezeichnungen, unter welchen der Knoblauch im deutschsprachigen Raum bekannt ist. Neben seiner desinfizierenden Wirkung wird der Knofel auch ob seiner typischen Eigenschaft geschätzt, welche dazu beträgt, Gärung und Fäulnis zu verhindern. Darüber hinaus wirkt die Pflanze blutdrucksenkend, wurmwidrig sowie galletreibend. Weiters gilt der Gruserich auch als Reizmittel für Leber sowie Magen und eignet sich gut zur Behandlung von Arteriosklerose.
Als Hauptwirkstoffe des Liliengewächses gelten eine Fülle ätherischer Öle mit Schwefelverbindungen, Hormone, welche einen sexualhormonartigen Charakter aufweisen sowie zahlreiche Vitamine. Großteils wird die Zwiebel verwendet, welche auch als Bulbus Allii sativi bezeichnet wird.
Eine innere Anwendung des Knoblauchs eignet sich insbesondere bei Durchfall, im Fall einer Kolik, bei Magen- und Darmkatarrh sowie bei hohem Blutdruck. Darüber hinaus gilt der Allium sativum ebenso als Heilpflanze, welche sich hervorragend zur Behandlung von Asthma und hohem Blutdruck eignet. In früheren Zeiten wurde besonders seine Eigenschaft als wurmabführendes Mittel geschätzt. Zugleich entfernt die Pflanze auch andere Parasiten aus den Eingeweiden des Menschen.
Als Gewürzpflanze ebenso vielfältig einsetzbar wie als Heilpflanze, gilt der Knofel als anspruchslose Pflanze, die jedoch gute Böden bevorzugt. Die frostharte Pflanze gedeiht am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten.
Die Knoblauchzwiebel ist im Regelfall von Nebenzwiebeln umgeben, die gleich groß wie die Zwiebel selbst sind. Diese Nebenzwiebeln werden als Knoblauchzehen bezeichnet, sind von weißen Zwiebelhäuten umgeben und weisen den typischen, starken Geruch der Knoblauchpflanze auf. Die Pflanze selbst erreicht eine Höhe von rund 70 Zentimeter, hat flache Blätter sowie Blüten, die einen grünlichen bis rötlichen oder weißen Farbton annehmen können.
Das Anpflanzen von Knoblauch ist problemlos im eigenen Garten möglich. Die Knoblauchzwiebel selbst wird in den Monaten September und Oktober geerntet. Getrocknet und zu einem Knoblauchzopf verarbeitet ist das Liliengewächs lange haltbar und zugleich ein wunderbarer Schmuck für jede Küche.
Text: [•] Joachim KERN
Foto: © Tomboy2290 – Fotolia.com