Thymian: reich an wertvollem Eisen

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Thymian - Heilkraut und Küchenkraut
Der menschliche Körper benötigt Eisen für die Erhaltung der Gesundheit sowie für die Widerstandskraft des Gewebes. Parallel dazu spielt Eisen eine zentrale Funktion beim roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fand jedoch heraus, dass auch die Bewohner wohlhabender Staaten häufig an Eisenmangel leiden. Kräuter gelten insbesondere in der kalten Jahreszeit als wertvolle Eisenlieferanten. So enthalten etwa 100 Gramm Thymian nicht weniger als 135 Milligramm Eisen.

Der Thymian (Thymus vulgaris)
Römischer Quendel, Gartenthymian oder Echter Thymian sind einige weitere Bezeichnungen, unter welchen viele Menschen den Lippenblütler ebenso kennen. Als Hauptwirkung der Pflanze sind ihre schleimlösende, desinfizierende, auswurffördernde und krampflösende Wirkungskraft bekannt. Darüber hinaus wird dem Echten Thymian auch eine anregende Wirkung auf die Nieren zugesprochen.

Wie beim Salbei enthält auch das ätherische Öl des Thymians den Wirkstoff Thujon und gilt als Hauptwirkstoff der sich rankenden Pflanze. In der Pflanze enthaltene Gerb- und Bitterstoffe sind gleichfalls für viele positive Effekte zuständig, welche durch die Anwendung des Heilkrauts erzielt werden. Beim Thymian werden sowohl die Blätter als auch die Blüten, die Herba Thymi, verwendet.

Äußerlich angewandt hilft der Thymian bei Quetschungen oder anderen Wunden und eignet sich hervorragend als Mittel für Mundspülungen. Innerlich angewandt eignet sich der Römische Quendel zur Behandlung von Husten, Keuchhusten, Durchfall oder Blähungen. Darüber hinaus wirkt sich die innere Anwendung positiv auf Erkrankungen der Lunge, des Magens, des Darms sowie der Leber aus.

Der Lippenblütler ist überall dort anzutreffen, wo ein trockener Boden mit einer sonnigen Lage aufeinandertrifft. Thymian ist frosthart und gilt als anspruchslos. Ein trockener und magerer Standort des Thymians hat sogar einen positiven Effekt auf das Aroma der Heil- und Gewürzpflanze, welches sich in solchen Fällen noch intensiver entfaltet. Charakteristisch für die kleinen Blüten des Lippenblütlers ist ihre blasse, zumeist rötliche Farbe. Die Blätter sind am Rand eingerollt, immergrün und auf der Unterseite graufilzig. Insgesamt erreicht der Echte Thymian eine Höhe von bis zu 40 Zentimeter und ist leicht an seinem markanten, würzigen Geruch erkennbar.

Thymian wird hauptsächlich im Juni und Juli gesammelt, wenn die Pflanze zu blühen beginnt. Dabei kann das frische Kraut je nach Bedarf verwendet werden. Um die Stängel mitsamt den Blättern und Blüten auch für den Winter zu konservieren, werden die ganzen Stängel an der Luft getrocknet und danach in einem Glasgefäß aufbewahrt.

Text: Joachim KERN
Bild: © Elena Schweitzer – Fotolia.com

Das ideale Heilkraut für die kalte Jahreszeit: Der Salbei

Dienstag, Oktober 25th, 2011

Salbei - Salvia officinalisIn den kühlen Monaten, in welchen der feuchte Nebel die Landschaft einhüllt, leiden alljährlich Millionen Menschen an einer Erkrankung der Atemwege. In den meisten Fällen greifen die Betroffenen allzu rasch zu apotheken- oder rezeptpflichtigen Medikamenten. Dabei bietet uns die Natur ein Heilkraut, das wie für die kalte Jahreszeit gemacht zu sein scheint.

Der Salbei (Salvia officinalis)
Gartensalbei oder Edelsalbei sind ebenso weitverbreitete Bezeichnungen, unter welchen der Salbei bekannt ist. Als Hauptwirkung wird ihm ein auswurffördernder, keimtötender und entzündungshemmender Effekt zugeschrieben. Der Lippenblütler wirkt ebenso leicht zusammenziehend, beruhigend bei Durchfallerkrankungen, hemmt die Absonderung von Schweiß sowie von Milch und wird auch als harntreibendes Mittel eingesetzt. Darüber hinaus greift der Edelsalbei bei Diabetes auch über die Leber regulierend in den Zuckerhaushalt des Menschen ein.

Sein ätherisches Öl, welches den Wirkstoff Thujon enthält, gilt als Hauptwirkstoff des Salbeis. In der Pflanze enthaltene Gerb- und Bitterstoffe sind jedoch ebenso für viele positive Effekte zuständig, welche durch die Anwendung des Heilkrauts erzielt werden. Verwendet werden die graufilzigen, länglichen Blätter des Salbeis, die Folia Salviae.

Als Mundwasser verwendet, wirkt Salbei insbesondere gegen Angina sowie bei Entzündungen der Mundschleimhaut. Äußerlich angewandt wirkt Gartensalbei ebenfalls gegen Angina, bei Entzündungen des Halses und des Zahnfleisches, bei Zahnfleischbluten, eiternden Wunden sowie zur Behandlung von Insektenstichen. Eine innere Anwendung führt zur Verbesserung bei einer Schleimhautentzündung im Bereich der oberen Atemwege, bei Durchfall sowie bei Störungen im Bereich des Magens und des Darms. Diese Anwendungsweise ist ebenso empfehlenswert, wenn der Betroffene unter nervösem Zittern, einer Nervenschwäche oder unter Nachtschweiß leidet.

Ursprünglich in Griechenland beheimatet, ist der Halbstrauch heute im gesamten Süden Europas zu Hause. Die Pflanze gilt als anspruchslos, bevorzugt einen sonnigen Standort und ist frosthart. Je trockener und magerer der Standort des Salbeis ist, umso intensiver entfaltet sich das Aroma der Heil- und Gewürzpflanze.

Die frischen Blätter werden meist im Mai und Juni, also vor der Blütezeit, gesammelt. Nach der Ernte kann das frische Grün einfach an der Luft getrocknet und danach in einem Glasgefäß aufbewahrt werden.

Achtung: Salbei entfaltet bei einigen Menschen eine äußerst starke Wirkung. Die innerliche Anwendung sollte daher nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Eine Anwendung als Mundwasser ist nur über einen entsprechend kurzen Zeitraum hinweg zu empfehlen.

Text: Joachim KERN
Bild: © unpict – Fotolia.com