Heckenrose: unschlagbarer Lieferant von Vitamin C

vitaminreiche HagebutteDas Vitamin C spielt eine entscheidende Rolle sowohl beim Ablauf als auch bei der Ausheilung von Infektionen. Während und nach einer Erkrankung steigt der Bedarf des Körpers an diesem wichtigen Vitamin. 100 Gramm der Heckenrose beinhalten rund 1.000 Milligramm Vitamin C. Zum Vergleich: Die gleiche Menge einer, als vitaminreich bekannten, Zitrone liefert gerade einmal 50 Milligramm Vitamin C.

Die Heckenrose (Rosa canina)
Die Heckenrose ist allgemein ebenso unter den Namen Hagrose, Hiefenstrauch und Wilde Heiderose bekannt. Ihre Früchte werden als Hagebutten, Heimbutten, Hahnebutten oder Hämrosenbeeren bezeichnet. Generell werden dem Rosengewächs eine appetitanregende und infektionsschützende Wirkung zugeschrieben. Im Speziellen zeichnet sich die Heilpflanze durch ihre harntreibende, stuhl- und verdauungsfördernde Wirkung aus.

Hauptsächlich entfaltet sich die heilende Wirkung der Wilden Heiderose über das in großen Mengen enthaltene Vitamin C, verschiedene Gerbstoffe, organische Säuren sowie über das ebenso enthaltene Pektin. Zumeist werden die Hagebutten und Samen der Pflanze, Fructus Cynosbati, sowie die noch jungen Blätter, Folia Cynosbati, verwendet.

Innerlich angewandt ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, wie etwa bei fieberhaften Erkrankungen oder als Mittel zur Reinigung des Bluts. Darüber hinaus gilt die Hagrose auch als Heilpflanze im Zusammenhang mit Stuhlträgheit, Rheumatismus, Nierenleiden, Wassersucht oder Gicht. Ebenso hilft die innere Anwendung bei Blasenkatarrh und zur Bekämpfung der Frühjahrsmüdigkeit. Äußerlich angewandt eignet sich die Heckenrose hervorragend als Mundspülmittel und als Augenwasser.

Hinsichtlich der Verbreitung der Heckenrose ist anzumerken, dass die immer intensiver betriebene Landwirtschaft in Europa auch negative Auswirkungen auf den Hiefenstrauch hat. War die Pflanze früher noch häufig an Feldrainen zu finden, so beschränkt sich ihr Verbreitungsgebiet heute zumeist auf Ödland, Dämme oder Waldränder.

Das Rosengewächs ist als Strauch ausgebildet, der eine Höhe von bis zu vier Meter erreichen kann, wobei die Äste überhängend und bestachelt sind. Die Blüten sind fünfblättrig und in den meisten Fällen hellrosa. Markant sind die roten Hagebutten, die eiförmig und anfangs hart sind. Sie werden erst später ein wenig weicher und beinhalten harte, weißliche oder gelbliche Samenkörner.

Die Sammelzeit der jungen Blätter beschränkt sich auf die Monate April und Mai. Im Zeitraum von Ende September bis Anfang Oktober können die reifen Früchte der Rosa canina geerntet werden.

Text: [•] Joachim KERN
Bild: © emer – Fotolia.com

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