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Wichtig für die Traumdeutung: Die Melisse

Donnerstag, Dezember 29th, 2011
Melisse - wichtig für die Traumdeutung

Melisse - wichtig für die Traumdeutung

Neben ihrer vielfältigen Wirkungsweise als Heilkraut spielt die Melisse auch in anderen Bereichen eine bedeutende Rolle. Vielen Menschen ist etwa gar nicht bewusst, dass die Zitronenmelisse auch eine Schlüsselrolle in der Traumdeutung sowie als schamanistische Heilpflanze bekleidet. Während ihr Vorkommen in unseren Träumen zumeist mit gesundheitlichen oder sozialen Aspekten in Verbindung gebracht wird, so nimmt sie etwa auf dem Gebiet der Naturheilkunde beinahe die Rolle eines Allzweckmittels ein. Darüber hinaus wirkt das Heilkraut auch sedierend.

Die Melisse (Melissa officinalis)
Die Melisse ist im deutschsprachigen Raum unter einer Vielzahl unterschiedlicher Bezeichnungen bekannt. Zitronenmelisse, Zitronenkraut, Gartenmelisse oder Herzkraut zählen jedoch zu den eher gängigen Bezeichnungen der Heil- und Gewürzpflanze, die zugleich eine Teepflanze ist. Beinahe als Allheilmittel einsetzbar wirkt die Gartenmelisse hautsächlich erfrischend und anregend. Zugleich verfügt sie auch über eine beruhigende Wirkung, die auch krampf- und schmerzstillende Aspekte aufweist. Die Fülle an Wirkstoffen wirkt darüber hinaus blähungs- sowie schweißtreibend und wirken sich bei Frauen oftmals auch Perioden regelnd aus.

Der wohlriechende Duft des ätherischen Öls ist charakteristisch für die Zitronenmelisse. Zugleich ist das Öl der Hauptwirkstoff der Pflanze und enthält den wertvollen Inhaltsstoff Citral. Zusätzlich entfalten sowohl Bitter- als auch Gerbstoffe und Schleim ihre heilende Wirkung. Die Blätter des Herzkrauts, die Folia Melissae, sind jene Teile, die im Regelfall verwendet werden.

Innerlich angewandt wirkt das Herzkraut bei nervösen Herzbeschwerden, Herzklopfen, Appetitlosigkeit, Magenbeschwerden, Magen- sowie Darmkoliken. Weiters ist eine positive Wirkung bei Migräne, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Asthma, Bronchialkatarrh sowie bei Menstruationsbeschwerden nachweisbar. Im Fall einer äußeren Anwendung eignet sich die Melisse unter anderem bei Zahn-, Nerven- und Ohrenschmerzen. Zugleich gilt die Heilpflanze als geeignetes Mittel bei rheumatischen Beschwerden, Geschwüren und Quetschungen. Auch bei Insekten- und Bienenstichen bewirkt das Kraut eine rasche Linderung der Schmerzen.

Das Zitronenkraut gilt zwar als anspruchslos und frostfest, bevorzugt jedoch einen sonnigen Standort mit einem guten Boden.

Der Lippenblütler blüht weiß und erreicht, je nach Standort, eine Höhe von 40 Zentimeter bis zu einem Meter. Seine Blätter sind gegenständig, gekerbt und eiförmig. Werden sie zwischen den Fingern zerrieben, so wird automatisch der markante zitronenartige Duft der Pflanze freigesetzt.

Aufgrund ihres eher anspruchslosen Charakters kann die Melisse ohne großen Aufwand auf dem Balkon, in der Wohnung oder im Garten angepflanzt werden. Ihre Blätter werden unmittelbar vor der Blütezeit in den Monaten Juni bis August geerntet.

Text: [•] Joachim KERN
Bild: © hvoya – Fotolia.com

Heckenrose: unschlagbarer Lieferant von Vitamin C

Donnerstag, November 24th, 2011

vitaminreiche HagebutteDas Vitamin C spielt eine entscheidende Rolle sowohl beim Ablauf als auch bei der Ausheilung von Infektionen. Während und nach einer Erkrankung steigt der Bedarf des Körpers an diesem wichtigen Vitamin. 100 Gramm der Heckenrose beinhalten rund 1.000 Milligramm Vitamin C. Zum Vergleich: Die gleiche Menge einer, als vitaminreich bekannten, Zitrone liefert gerade einmal 50 Milligramm Vitamin C.

Die Heckenrose (Rosa canina)
Die Heckenrose ist allgemein ebenso unter den Namen Hagrose, Hiefenstrauch und Wilde Heiderose bekannt. Ihre Früchte werden als Hagebutten, Heimbutten, Hahnebutten oder Hämrosenbeeren bezeichnet. Generell werden dem Rosengewächs eine appetitanregende und infektionsschützende Wirkung zugeschrieben. Im Speziellen zeichnet sich die Heilpflanze durch ihre harntreibende, stuhl- und verdauungsfördernde Wirkung aus.

Hauptsächlich entfaltet sich die heilende Wirkung der Wilden Heiderose über das in großen Mengen enthaltene Vitamin C, verschiedene Gerbstoffe, organische Säuren sowie über das ebenso enthaltene Pektin. Zumeist werden die Hagebutten und Samen der Pflanze, Fructus Cynosbati, sowie die noch jungen Blätter, Folia Cynosbati, verwendet.

Innerlich angewandt ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, wie etwa bei fieberhaften Erkrankungen oder als Mittel zur Reinigung des Bluts. Darüber hinaus gilt die Hagrose auch als Heilpflanze im Zusammenhang mit Stuhlträgheit, Rheumatismus, Nierenleiden, Wassersucht oder Gicht. Ebenso hilft die innere Anwendung bei Blasenkatarrh und zur Bekämpfung der Frühjahrsmüdigkeit. Äußerlich angewandt eignet sich die Heckenrose hervorragend als Mundspülmittel und als Augenwasser.

Hinsichtlich der Verbreitung der Heckenrose ist anzumerken, dass die immer intensiver betriebene Landwirtschaft in Europa auch negative Auswirkungen auf den Hiefenstrauch hat. War die Pflanze früher noch häufig an Feldrainen zu finden, so beschränkt sich ihr Verbreitungsgebiet heute zumeist auf Ödland, Dämme oder Waldränder.

Das Rosengewächs ist als Strauch ausgebildet, der eine Höhe von bis zu vier Meter erreichen kann, wobei die Äste überhängend und bestachelt sind. Die Blüten sind fünfblättrig und in den meisten Fällen hellrosa. Markant sind die roten Hagebutten, die eiförmig und anfangs hart sind. Sie werden erst später ein wenig weicher und beinhalten harte, weißliche oder gelbliche Samenkörner.

Die Sammelzeit der jungen Blätter beschränkt sich auf die Monate April und Mai. Im Zeitraum von Ende September bis Anfang Oktober können die reifen Früchte der Rosa canina geerntet werden.

Text: [•] Joachim KERN
Bild: © emer – Fotolia.com

Wissenswertes über Tees aus Heilpflanzen, Heilkräutern und CO.

Montag, Juli 18th, 2011

Heute sind die wichtigsten Wirk- und Inhaltsstoffe der bekanntesten Heilpflanzen sowie der beliebtesten Heilkräuter weitestgehend analysiert. Dies bedeutet für den Anwender, dass er heute bestens darüber informiert wird, welcher Teil der Pflanze für welchen bestimmten Zweck und in welcher Dosierung verwendet werden kann. Dem war nicht immer so. Vor der Entwicklung wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden wurde in vielen Kulturen die komplette Pflanze verwendet. Dementsprechend war es in manchen Fällen unklar, ob der verabreichte Tee die gewünschte Wirkung auch im angestrebten Umfang erzielen würde.

Die Dosierung
Generell gilt, dass die empfohlene Menge des jeweiligen Tees oder der Teemischung unbedingt einzuhalten ist. Die Dosierung sollte nur dann abgeändert werden, nachdem dies mit einem Experten oder Arzt entsprechend genau abgeklärt wurde. Allgemein gilt, dass sich die Dosierung nach dem Erfolg richtet, welche die Einnahme des Tees beim Patienten zeigt.

Dennoch gibt es einen empfohlenen Richtwert, der bei den meisten Heilkräutern angewandt werden kann. Hier wird im Regelfall ein Esslöffel der Teemischung pro Viertelliter Wasser verwendet. Alternativ ist auch eine Dosierung von sechs Esslöffeln der Teemischung pro Liter Wasser geeignet.

Die Einnahme
Auch in diesem Fall gilt, dass sich der Patient bei der Einnahme des Tees strikt an die verordneten Einnahmezeiten zu halten hat. Gibt es keine solchen empfohlenen Zeiten, so entfalten Tees aus Heilpflanzen ihre Wirkung am besten dann, wenn sie der Patient nüchtern, also auf leeren Magen, trinkt. Auf den Tag verteilt ergeben sich so als ideale Einnahmezeiten der frühe Morgen vor dem Frühstück, der Nachmittag und die Zeit kurz vor dem zu Bett gehen.

Um die Wirkung des Tees optimal nützen zu können, empfehlen Experten die entsprechende Teemischung nur so lange zu verwenden, wie es die Erkrankung des Patienten erfordert. Sollte der Patient einen Tee über einen längeren Zeitraum hinweg verabreicht bekommen, so empfiehlt es sich, die Teemischung alle drei Wochen zu variieren. Anderenfalls kann ein Gewöhnungseffekt eintreten. Der Körper stellt sich auf die entsprechende Mischung ein, wodurch die heilende Wirkung abgeschwächt wird oder gar vollständig entfallen kann.

Auch hinsichtlich der beabsichtigten Wirkung gibt es Unterschiede. So ist es ratsam, jene Tees, die eine magenberuhigende Wirkung haben, schluckweise, lauwarm, in kleinen Portionen und über den ganzen Tag hinweg verteilt zu trinken. Schleimlösende Tees oder Hustentees sollen dem Patienten hingegen heiß und ebenso in kleinen Portionen verabreicht werden. Ebenso heiß müssen schweißtreibende Tees verabreicht werden. Der Patient sollte sich dabei jedoch im Bett befinden.

Text: Joachim KERN
Hinweis: Dieser Text ist rein informativ und ersetzt den Besuch bei Arzt oder Heilpraktiker in keinem Fall.

Der richtige Zubereitung von Tees und Teemischungen aus Heilpflanzen

Dienstag, Juli 12th, 2011

Die richtige Methode der Zubereitung ist essentiell, damit die jeweiligen Wirkstoffe, etwa ätherische Öle, Vitamine, Mineralsalze oder Schleimstoffe, auch ihre Wirkung entfalten können. Falsche Zubereitungsarten können unter anderem bewirken, dass die gewünschten Wirkstoffe zerstört werden oder sich erst gar freisetzen können. Nachfolgende Arten der Zubereitung von Tees oder Teemischungen aus Heilpflanzen haben sich über die Jahrhunderte bewährt.

Die Abkochung oder Dekokt
Eine Abkochung wird stets dann durchgeführt, wenn es darum geht, schwer lösliche Stoffe, Bitterstoffe oder Mineralsalze zu lösen. Zumeist ist dies bei Wurzeln, Hölzern oder Rinden der Fall.

In solchen Fällen wird zuerst die empfohlene Menge des Tees mit einem Viertelliter kaltem Wasser sorgfältig verrührt. Danach wird das Ganze zum Kochen gebracht. Nachdem das Wasser und die Teemischung fünf Minuten lang gekocht haben, lässt man die Flüssigkeit für weitere fünf Minuten ziehen. Der fertige Tee wird durch ein Sieb abgeseiht.

Der Aufguss oder Infus
Der Aufguss wird in jenen Fällen durchgeführt, in welchen es dem Teetrinker um die Nutzung flüchtiger Wirkstoffe, etwa Vitamine oder ätherische Öle, geht. Zumeist ist dies bei den zarten Teilen der Pflanze, also bei Blüten, Blättern oder Samen, der Fall.

Für ein bestmögliches Ergebnis gibt man die vorgeschriebene Menge des Tees in ein Porzellangefäß, das über einen Deckel verfügt. Danach wird die entsprechende Menge kochenden Wassers darüber gegossen, und das Gefäß mit dem Deckel abgedeckt. Je nach Teemischung lässt man den Tee zehn bis 15 Minuten lang ziehen. Abschließend wird der fertige Tee durch ein Sieb abgeseiht.

Der kalte Auszug oder Mazerat
Der kalte Auszug kommt dann zur Anwendung, wenn der Teetrinker die Sicherheit haben möchte, dass sämtliche flüchtigen Stoffe erhalten bleiben, dabei dennoch die anderen Substanzen einen Teil ihrer Wirkung entfalten. Zumeist wird diese Methode bei jenen Pflanzen angewandt, die Schleimstoffe oder ätherische Öle enthalten.

Dabei gibt man die doppelte Menge Tee in ein Porzellangefäß mit Deckel, die anderenfalls für einen Aufguss vorgeschrieben ist. Danach wird die entsprechende Menge kalten Wassers darüber gegossen. Bei Zimmertemperatur drei bis fünf Stunden ziehen lassen und gelegentlich umrühren. Der fertige Auszug wird durch ein Sieb abgeseiht und nach Vorschrift getrunken. Der Rückstand wird in diesem Fall nicht ausgepresst.

Text: Joachim KERN
Hinweis: Dieser Text ist rein informativ und ersetzt den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers keinesfalls!