Gegen Liebeskummer sind zwei Kräuter gewachsen
Freitag, Juli 29th, 2011Eine Trennung überwinden zu müssen, ist für jeden Menschen eine große Herausforderung. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Status bedeutet das Ende einer Beziehung in jedem Fall eine gravierende Veränderung im Leben aller Betroffenen. Jeder Mensch hat in so einer Situation bereits zumindest einmal Liebeskummer gefühlt. Auch Ratlosigkeit oder Orientierungslosigkeit können sich einstellen.
Die Natur stellt uns jedoch zwei Kräuter zur Verfügung, die es uns erleichtern, den Trennungsschmerz und die damit verbundene Trennung zu überwinden: Oregano und Rosmarin. Konkret hilft ein Aufguss beziehungsweise Infus, der aus einer Mischung der beiden Pflanzen zubereitet wird.
Der Oregano (Origanum vulgare)
Der Oregano ist auch unter einem anderen Namen bekannt: Wohlgemut. Die Pflanze soll über eine stimmungsaufhellende Wirkung verfügen. Nach ihrem Genuss sollen Lebensmut und Fröhlichkeit zurückkehren. Möglicher Kummer soll verschwinden.
Den getrockneten Blättern des Lippenblütlers wird eine geburtsbeschleunigende Wirkung nachgesagt. Als Teemischung getrunken hilft der Oregano gegen Beschwerden im Magen- und Darmbereich. Die Heilpflanze ist zugleich eine aromatische Gewürzpflanze, die oftmals auch als Origano bezeichnet wird.
Als Standort bevorzugt der Oregano einen sonnigen Ort. Da er meist frostfest ist und sich an einem Standort mit gutem, frischem Boden wohlfühlt, ist er beinahe in ganz Europa beheimatet.
Der Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Neben seiner Eigenschaft als Gewürzpflanze galt der Rosmarin lange Zeit als heilige Pflanze, die jedem ewige Jugend verleihen würde, der nur ausreichend genug davon zu sich nehmen würde. Auch heute noch wird der Rosmarin in einigen Regionen in der Kirche eingeweiht, ehe er das restliche Jahr im Haus aufbewahrt wird.
Unabhängig davon werden dem Rosmarin eine Reihe positiver Auswirkungen auf den Körper sowie unterschiedliche Heilwirkungen zugeschrieben. Dazu zählen auch seine magenstärkende, nervenanregende, verdauungsfördernde und menstruationsfördernde Wirkung. Die Blätter werden unter anderem innerlich bei Herzneurosen, Erschöpfungszuständen, Verdauungsschwäche, Gallen- und Leberleiden angewandt. Äußerlich angewandt hilft der Lippenblütler etwa bei Migräne, Krämpfen oder Rheuma.
Der Rosmarin ist ursprünglich im gesamten Mittelmeerraum beheimatet. Auch er bevorzugt sonnige Lagen, ist jedoch selten winterhart. Daher wird er in unseren Breiten zumeist als Zimmerpflanze gezogen. Nicht verzweigte, aufrechte Äste, die mit lederartigen, sehr schmalen Blättern bewachsen sind, bilden den Rosmarinstrauch. Dieser erreicht eine Höhe von rund 60 Zentimetern. Typisch für den Rosmarin ist sein aromatischer Geruch.
Text: Joachim KERN